Flug: 11 Stunden. Auswandern: über 1 Jahr.

Auswandern nach Thailand – es begann mit einem Urlaub

Bevor mein heutiger Mann 2025 nach Thailand auswanderte, ging es für ihn drei Jahre zuvor erstmal in ein anderes Land in Südostasien: Vietnam. Zum Glück. Denn ich war zu der Zeit auch dort. Dass wir uns dort kennenlernen und er eines Tages nach Thailand auswandern würde, war damals allerdings so unwahrscheinlich wie ein Lottogewinn mit einem dieser Lose der Straßenverkäufer. Aber genau so kam es – nur eben ohne Millionen-Baht-Gewinn.

Doch jeder Urlaub geht irgendwann zu Ende, und so flog er im Dezember 2022 zurück nach Hamburg – in den dunklen, regnerischen, kalten Winter. Vielleicht lag es am Wetter, vielleicht auch an etwas anderem – jedenfalls waren wir uns schnell einig, dass es sinnvoll wäre, wenn er im Januar direkt zurück nach Südostasien kommen würde. Und dieses mal natürlich nach Thailand. Die Entscheidung fiel nicht schwer und der Flug daraufhin sehr schnell gebucht.

Im Januar 2023 sahen wir uns also wieder und sechs Wochen Urlaub begannen, die sich im Rückblick als Startpunkt seiner Auswanderung herausstellen sollten. Wir starteten in Bangkok. Weiter ging es nach Chiang Mai, für eine Nacht in die Berge, dann weiter auf die Inseln im Süden Thailands: Koh Phangan, Koh Tao, Koh Samed. Und so vermischten sich plötzlich Urlaub und Alltag auf eine Weise, an die wir uns beide gewöhnen konnten.

Erste Fragen im Paradies

Zugegeben: Der Gedanke, dass mein Mann tatsächlich nach Thailand auswandern würde, war im ersten Jahr so abstrakt, dass wir nicht weiter darüber nachgedacht haben. Stattdessen haben wir einfach die Zeit und die Momente genossen. Im Januar und Februar 2023 war mein Mann dann wieder in Thailand. Von März bis September zurück in Hamburg – wo ich ihn besucht habe. Und ab September war er dann wieder zurück in Thailand.

Wir sind in dieser Zeit viel gereist – innerhalb Thailands, im Monatstakt. Ein echter Alltag stellte sich dabei nicht ein. Trotzdem gab es ein Thema für meinen Mann, das sich nicht wegignorieren ließ: Arbeit. Und die lief, trotz Zeitverschiebung und wechselnden Orten, überraschend gut.

Ein verhältnismäßig kleines Thema entdeckten wir eher durch Zufall: Zahlungsmethoden in Thailand. Nachdem mein Mann an einem Geldautomaten versehentlich eine Option gewählt hatte, die rund 70 Euro an Gebühren verursacht hatte, fing ich an, mich mit dem Thema intensiver zu beschäftigen. Das Fazit: Viele Banken werben zwar mit „kostenlosen Auslandszahlungen“ oder „gebührenfreien Abhebungen“, aber über den Wechselkurs entstehen Unterschiede, die sich im Alltag durchaus summieren. So begannen erste Recherchen, wie man gewisse Dinge effizienter und langfristig günstiger gestalten kann.

Der große Schritt in Richtung Auswandern

An einem Mittwochmorgen im Januar 2024 fuhr ich zur Arbeit. In der Zwischenzeit saß mein Mann in einem Café und fragte sich, wie es nun weitergehen soll. Dass wir zusammenbleiben wollten, stand für ihn außer Frage. Die eigentliche Frage war: Aber wie – und vor allem: wo?

Zurück nach Hamburg oder Gütersloh zu ziehen, war für uns beide keine wirkliche Option. Eigentlich lag die Antwort auf der Hand. Trotzdem ist es etwas anderes, diese Entscheidung auch wirklich zu treffen: Familie und Freunde zurücklassen, die Wohnung kündigen, alles verkaufen, was nicht in zwei Koffer passt – und sich aus Deutschland abmelden.

Aber an diesem Morgen wurde ihm klar: Ja, das ist mein Weg. Und damit war der Startschuss gefallen – für unser gemeinsames Leben in Thailand.

Was danach kam, war eine Mischung aus Vorfreude, Unsicherheit und vielen offenen Fragen. Die meisten davon hatten wir lange ignoriert oder aufgeschoben. Jetzt standen sie plötzlich im Raum:

Welche Arten von Visum gibt es uns welches ist für uns das richtige?

Was bedeutet es für seine Arbeit als Freelancer, wenn der Wohnsitz nicht mehr in Deutschland ist?

Braucht man eine Arbeitserlaubnis, wenn man in Thailand lebt, aber für deutsche Auftraggeber arbeitet?

Wie läuft das mit der Steuer – in Deutschland und Thailand?

Und ganz banal: Wie funktioniert das alles – rein praktisch?

Das waren nur einige der Fragen, die in den ersten Wochen plötzlich sehr präsent waren. Antworten darauf zu finden, war nicht immer einfach – aber notwendig. Und mit jeder gelösten Frage wurde aus der Idee ein konkreter Plan.

Mit dem Fahrrad durch die grüne Lunge Bangkoks

Wenn man an Bangkok denkt, denkt man selten an Natur oder Fahrradwege. Eher an Stau, Hochhäuser, Klimaanlagen. Aber es gibt sie: eine fast autofreie, grüne Gegend mitten im Fluss – Bang Kachao. Ich war eher zufällig darauf gestoßen – oder vielmehr: hatte davon gehört und meinte, die sogenannte „Grüne Lunge“ von Bangkok müsse man mal gesehen haben.

Also sind wir an einem Samstagmorgen hin – mit der Fähre rübergesetzt, keine zehn Minuten vom Trubel entfernt. Direkt am Anleger kann man sich für ein paar Baht ein Rad leihen. Nichts Hochwertiges, aber für rund 1,20 € fair enough. Die Wege sind schmal, teilweise auf Betonplatten, erhöht, manchmal ein bisschen wacklig – aber alles fahrbar. Und vor allem: ruhig. Man fährt an kleinen Häusern vorbei, Tempeln, viel Grün, viel Wasser. Statt Autos hört man Vögel.

Wir sind zwei, drei Stunden kreuz und quer gefahren. Keine Route geplant, einfach los. Unterwegs ein kurzer Stopp bei einem Café. Das Ganze fühlt sich nicht nach Großstadt an. Eher wie ein Dorf mit Bananenstauden und Fahrradverkehr. Wer will, kann auch den Sri Nakhon Khuean Khan Park anschauen – sehr gepflegt, viel Natur, wenig Leute.

Wir waren inzwischen öfter dort. Es ist der einfachste Weg, dem Bangkok-Alltag für ein paar Stunden zu entkommen, ohne weit zu fahren. Und man muss nichts planen – einfach hin, Rad leihen, losfahren.

Wer also mal einen halben Tag Ruhe braucht: Bang Kachao. Fähre, Fahrrad, fertig. Keine große Sache, aber eine, die hängen bleibt.

Koh Khram – der Tagesausflug von Bangkok zum Traumstrand

Wer in Bangkok lebt oder für ein paar Wochen hier ist, kommt irgendwann auf die Idee, ans Meer zu fahren. Und wenn man keine Lust auf Pattaya hat (was verständlich ist), bietet Koh Khram eine „The Beach“-Erfahrung. Die Zahl der Touristen ist hier nämlich extrem überschaubar.

Was ist Koh Khram?

Koh Khram ist eine kleine Insel vor Sattahip, etwa zwei Stunden südlich von Bangkok. Gehört zum Militär, ist aber für die Öffentlichkeit zugänglich – zumindest am Wochenende. Wer jetzt an bewaffnete Kontrolle oder nervige Einlassprozeduren denkt: keine Sorge, alles läuft sehr entspannt. Militärisch ist nur die Verwaltung, nicht der Umgangston.

Was erwartet dich?

Eine kleine Insel. Weißer Sand. Klare Sicht ins Wasser. Keine Hotels. Keine Musikboxen. Stattdessen: ein paar Bäume, ein Holzsteg, ein kleiner Aussichtspunkt, und wenn man Glück hat, nicht mehr als 50 Leute auf der gesamten Insel. Das war’s. Und genau das ist der Punkt.

Essen und Getränke bringt man idealerweise selbst mit. Es gibt keine Restaurants. Müll muss wieder mitgenommen werden. Liegt nicht daran, dass man Touristen erziehen will – die Insel ist einfach zu klein für eine Müllabfuhr.

Wie kommt man hin?

  • Mit dem Auto oder Van nach Sattahip
  • Zum Khao Ma Jor Pier fahren
  • Dort gibt’s Tickets – aktuell rund 300 Baht für Ausländer
  • Boote fahren ab ca. 9 Uhr, Rückfahrt spätestens 16 Uhr

Die Plätze sind begrenzt. Es empfiehlt sich, früh da zu sein oder vorher anzurufen (wenn man Thai spricht oder jemanden kennt, der das tut). Die Insel ist nur an Wochenenden geöffnet.

Lohnt sich das?

Wenn man einen ruhigen Tagesausflug von Bangkok sucht, der nicht gleich ein logistisches Großprojekt wird – ja. Man ist für einen Tag raus, sieht das Meer, kann schnorcheln oder einfach am Strand entspannen, bevor es zurück nach Bangkok geht. Kurzgesagt: Ja!

Koh Khram Insel – Tagesausflug von Bangkok zum unberührten Strand

Von Deutschland nach Thailand. Von Euro zu Baht.

Wie die Bilder bereits vermuten lassen: Es geht ums Geld. Denn irgendwie müssen Essen, Getränke, Massagen und Friseurbesuche bezahlt werden.

Ob man in einem zwei- oder dreiwöchigen Urlaub in Thailand beim Bezahlen mit Karte ein paar Euro mehr oder weniger bezahlt, ist vielen Menschen egal. Und das ist auch gut so. Es ist ja schließlich Urlaub. Aber hier geht es ums Auswandern und bis man ein thailändisches Bankkonto eröffnen kann, benötigt es einfach seine Zeit.

Vorab zum Thema deutsche Banken – ob N26, Trade Republic oder DKB: Was deutsche Banken meiner Ansicht nach nicht fair und transparent kommunizieren, sind die Gebühren. Denn viele Banken werben damit, dass man bei ihnen kostenlos im Ausland bezahlen kann. Aber wenn man dafür bei jeder Bezahlung einen erheblich schlechteren Wechselkurs in Rechnung gestellt bekommt, ist das am Ende nur die halbe Wahrheit.

Wer ein wenig recherchiert, stößt schnell auf die Plattformen Wise und Revolut. Mit ihrer Hilfe kann man bequem, schnell und sicher Euro auf ein thailändisches Konto überweisen. Natürlich setzt das voraus, dass man eine thailändische Person hat, der man vertraut. Mit deutlich mehr Recherche – und leider erst nach mehr als einem halben Jahr – bin ich auf die beste Möglichkeit gestoßen, um Geld von Euro in thailändische Baht zu tauschen: Monito.

Monito ist eine Vergleichsplattform der verschiedenen Zahlungsdienstleister. Wise, Currencyfair, Revolut, Deutsche Bank: Alle Möglichkeiten des Geldtransfers werden fair und übersichtlich aufgelistet. Für mich war dies die mit Abstand beste Entdeckung, wenn es darum geht, Euro in Baht zu tauschen. Denn wer zu dem Zeitpunkt auf Platz 1 stand, war für mich eine große Überraschung.

Im April 2025 habe ich tatsächlich über Western Union 5.000 Euro nach Thailand überwiesen, was über 4000 Baht günstiger war, als die zweitbeste Option. (Wie bei Aktien- und Devisenkursen gibt es auch hier Änderungen im Sekundentakt. Wenige Monate später hatte Western Union nicht mehr den günstigsten Kurs.) Ein Pluspunkt bei Western Union: Man benötigt nicht mal ein thailändisches Bankkonto. Man kann sich an jeder Western Union Filiale das Geld auszahlen lassen und bekommt es direkt in bar.

Was außerdem für Monito spricht: Die unterschiedlichen Zahlungsplattformen haben immer mal wieder Angebote für eine erste Überweisung. Wem der Aufwand nicht zu hoch ist, der kann sich dort ein Konto anlegen und bei größeren Beträgen schnell mal ein paar Tausend Baht sparen.

Fazit: Man kann sich jederzeit über Monito das aktuell beste Angebot mit einem Klick einholen. Von daher lautet meine Empfehlung logischerweise nicht Western Union, sondern einfach mal bei Monito reinschauen.

Benjakitti Park in Bangkok: Grüne Ruheoase mit Skylineblick

Ein Satz, den ich bislang noch nie von jemandem gehört habe: „Die Parks in Bangkok haben mich nachhaltig beeindruckt.“ Dabei ist nicht nur der Benjakitti Park absolut faszinierend.

Mitten im geschäftigen Sukhumvit-Viertel gelegen, bietet der Park einen überraschend stillen Rückzugsort – mit viel Wasser, noch mehr Grün und einem Blick auf die Skyline.

Ein Spaziergang durch den Park

Der Park wurde ursprünglich 2004 eröffnet, direkt neben dem Queen Sirikit National Convention Center. Doch richtig interessant wurde er mit dem großen Ausbau 2022: Seitdem ist der „Benjakitti Forest Park“ nicht nur größer, sondern auch spektakulärer. Über 72 Hektar umfasst das gesamte Areal – und ein großer Teil davon ist auf Renaturierung ausgelegt: mit Wasserwegen, Hochstegen, Sumpfgebieten, Radwegen und Holzpfaden durch künstliche Feuchtwälder.

Die Wege sind gepflegt, das Publikum bunt gemischt: Familien mit Kindern, joggende Expats, Paare, Yoga-Gruppen im Sonnenuntergang.

Highlights im Benjakitti Park

1. Der See
Im älteren Parkteil liegt ein großer künstlicher See, der zum Joggen, Rudern oder einfach nur Staunen einlädt. Die 2-Kilometer-Runde rundherum ist ideal zum Laufen – besonders morgens oder gegen Abend, wenn die Hitze nachlässt.

2. Der neue Waldpark
Auf Holzstegen oder alternativ Betonbrücken läuft man durch ein künstlich angelegtes Feuchtgebiet mit Teichen und Sumpfpflanzen. Dieser Teil fühlt sich fast an wie ein Mini-Dschungel mitten in der Stadt.

3. Aussicht bei Sonnenuntergang
Wenn die Sonne hinter den Hochhäusern untergeht, verwandelt sich der Park in einen goldfarbenen Ruhepol. Viele kommen gezielt in der Abenddämmerung her, um Fotos zu machen oder einfach auf den Bänken zu sitzen und den Tag ausklingen zu lassen.

4. Fahrradfreundlich
Es gibt separate Radwege, auf denen man ungestört durch die Anlage fahren kann – Mietstationen sind allerdings (noch) Mangelware. Wer ein eigenes Fahrrad oder E-Scooter mitbringt, ist klar im Vorteil.

Lage & Anfahrt

Der Benjakitti Park liegt zentral im Stadtteil Khlong Toei, gleich hinter dem Queen Sirikit Convention Center.

  • 🚇 Nächste MRT-Station: Queen Sirikit National Convention Center (MRT Blue Line) – nur wenige Gehminuten entfernt.
  • 🚖 Mit dem Taxi oder Grab: Gib einfach „Benjakitti Park“ oder „Benjakitti Forest Park“ als Ziel ein.
  • 🕙 Öffnungszeiten: Täglich von 5:00 bis 20:00 Uhr

Fazit: Ein Must-See für Naturfans in Bangkok

Wer in Bangkok mehr sehen möchte als Tempel, Streetfood und Rooftop-Bars, sollte den Benjakitti Park auf die Liste setzen. Er ist ein Ort zum Durchatmen, Ankommen und Abschalten. Und er zeigt, dass Bangkok mehr ist als Beton und Verkehr – es ist auch eine Stadt, die lernt, grüner zu werden.

Radfahren am Meer – ein halber Tag in Ban Khun Thian

Wer schon Wochen oder Monate in Bangkok verbracht hat, kann sich vielleicht vorstellen, dass man sich am Wochenende nach einem Kontrastprogramm sehnt.

Wir haben uns an einem Sonntagnachmittag mit dem Auto auf den Weg nach Ban Khun Thian gemacht – an die Küste des Golfs von Thailand. Unser Ausgangspunkt war ein kleiner Parkplatz in der Nähe des Bang Khun Thian Chai Thale Health Park. Von dort führt ein asphaltierter, bunt bemalter Radweg kilometerweit durch Mangrovenwälder, über schmale Brücken, vorbei an Pfahlhäusern und Fischteichen. Immer wieder sieht man zwischen den Bäumen das Wasser, während Möwen über dem Meer kreisen. Mehr Kontrast zu Bangkok geht nicht.

Der Radweg ist ruhig, gut ausgebaut – und vor allem autofrei. An manchen Stellen fährt man auf Stelzenwegen direkt durchs Grün, an anderen entlang des Deichs mit Blick aufs offene Wasser. Zwischendurch kann man kleine Stops einlegen, etwa an Aussichtspunkten oder bei Ständen mit Kokosnuss-Eis und kalten Getränken.

Nach gut zwei Stunden, die sich angefühlt haben wie ein ganzer Tag Urlaub, ging es zurück Richtung Hauptstraße. Und da wartet schon das nächste Highlight: Abendessen. Entlang der Straße reihen sich gefühlt mehr als 100 Fischrestaurants aneinander – die meisten auf Stelzen über dem Wasser, mit großen Becken, fangfrischem Seafood und einer Atmosphäre, die irgendwo zwischen einfach und fantastisch liegt.

Wer also Lust auf eine andere Seite von Bangkok hat: Ban Khun Thian ist perfekt für einen halben Tag am Meer. Kein Touri-Programm, kein Tempel-Marathon. Einfach ein bisschen Radfahren, ein bisschen Natur – und am Ende gutes Essen mit salziger Luft.

Wat Paknam – ein Buddha, der alles überragt

Während man beim Thema Buddha und Tempel in Bangkok sicherlich erstmal an Wat Pho und den dort liegenden Buddha denkt, haben wir hier eine überraschend beeindruckende Erfahrung gemacht. Der riesige, goldene Buddha von Wat Paknam stand nämlich so plötzlich vor uns als hätte er sich dort wenige Sekunden zuvor niedergelassen. Über 60 Meter hoch, mitten in einem Wohnviertel und direkt am Fluss. Selbst aus mehreren Kilometern Entfernung kann man ihn entdecken, wenn man weiß, wohin man schauen muss.

Wir sind an einem Samstagvormittag los, mit dem Auto zum Pier im Westen der Stadt. Von dort ging es mit dem Boot erst zum Taling Chan Floating Market – ein netter Stopp mit kleinen Holzständen, gegrilltem Fisch, Mangos und Booten voller Essen. Von dort aus weiter Richtung Tempel.

Die Bootsfahrt ist allein schon ein Erlebnis: Man gleitet durch Kanäle, vorbei an Häusern auf Stelzen, Kindern im Wasser und alten Brücken – Bangkok von seiner entspannten, entschleunigten Seite. Und dann ragt er auf: der goldene Buddha von Wat Paknam.

Vor Ort wirkt die Statue noch beeindruckender als auf den Bildern. Nicht nur wegen der schieren Größe – sondern auch, weil sie so ruhig dasteht. Im Lotussitz, die rechte Hand auf dem Knie, die Augen leicht gesenkt. Fast schon überirdisch gelassen.

Aber die Statue ist nicht alles. Die gesamte Tempelanlage ist weitläufig, gut gepflegt und überraschend ruhig. Im Inneren des Hauptgebäudes befindet sich ein gläserner, grüner Chedi unter einer leuchtend bemalten Kuppel. Gleich daneben: ein kleines Museum mit einer Ausstellung über das Leben von König Rama IX und die Geschichte des Tempels.

Insgesamt ist Wat Paknam keine klassische Touristenstation. Man kommt nicht zufällig vorbei. Aber genau das macht den Besuch so besonders.

Auswandern nach Thailand – dein Guide für 2025

Thailand – das Land des Lächelns. Für viele ein Traumziel für den Urlaub. Für andere: ein möglicher neuer Lebensmittelpunkt. Wenn du darüber nachdenkst, 2025 nach Thailand auszuwandern, findest du hier einen praxisnahen, ehrlichen und aktuellen Überblick über alles, was du wissen musst – von Visa-Fragen über Lebenshaltungskosten bis hin zu Steuerthemen. Ein Erfahrungsbericht trifft auf Anleitung. Los geht’s.


Warum überhaupt Thailand?

Wer einmal länger als drei Wochen in Thailand war, versteht schnell: Dieses Land ist mehr als paradiesische Strände und Pad Thai an der Straßenecke. Thailand bietet:

  • eine stabile digitale Infrastruktur
  • eine gut ausgebaute Gesundheitsversorgung
  • erschwingliche Lebenshaltungskosten
  • und eine hohe Lebensqualität, besonders für Selbstständige, digitale Nomaden und Rentner.

Dazu kommt die Freundlichkeit der Menschen, das tropische Klima und ein Alltag, der sich in vielen Regionen deutlich entschleunigter anfühlt als in Mitteleuropa.


1. Voraussetzungen: Wer kann auswandern – und wie?

Grundsätzlich kann jeder deutsche Staatsbürger nach Thailand auswandern. Was du brauchst, ist:

  • ein gültiger Reisepass (mind. 6 Monate Gültigkeit)
  • ein Visum für einen langfristigen Aufenthalt
  • ausreichende finanzielle Mittel oder ein Einkommen, das du in Thailand nutzen kannst

Ob du dauerhaft bleiben darfst, hängt von der Wahl des richtigen Visums ab.


2. Visum 2025 – was kommt für dich infrage?

🔸 Touristenvisum (TR/SETV/METV):

  • Gültig für 60 Tage (verlängerbar um 30)
  • Eher für eine erste Erkundungsreise geeignet

🔸 Non-Immigrant O (z. B. für Verheiratete oder Rentner):

  • Voraussetzungen: Eheschließung mit Thai-Staatsbürger*in oder Rente ab 50
  • Gültig für 90 Tage, danach verlängerbar um 1 Jahr

🔸 Non-Immigrant B (Business/Work):

  • Erforderlich bei Anstellung oder Firmengründung

🔸 Smart Visa (für Spezialisten & Tech-Unternehmer):

  • 1–4 Jahre gültig, aber komplexe Voraussetzungen

🔸 Long-Term Resident Visa (LTR):

  • Neu seit 2022, für vermögende Personen oder digitale Nomaden mit hohem Einkommen

3. Wo leben? Bangkok ist nicht alles.

Thailand ist riesig. Die Lebensqualität hängt stark vom Wohnort ab. Hier ein paar Optionen im Überblick:

RegionVorteileNachteile
BangkokInfrastruktur, Netzwerke, Co-Working, internationales Lebenlaut, teuer, heiß
Chiang MaiBeliebt bei digitalen Nomaden, günstiger, kreativLuftqualität im März/April problematisch
PattayaMeer, internationale Community, gute Infrastruktur, Nähe zu Bangkoktouristisch geprägt, laut in Teilen
Phuket/KrabiTropeninsel, westlich geprägt, gute InfrastrukturTouristisch, teurer

4. Lebenshaltungskosten – realistisch kalkuliert

Hier eine grobe Übersicht (Stand: Anfang 2025):

KategorieMonatliche Kosten (in EUR)
Wohnung (Apartment, 1–2 Zimmer, außerhalb Bangkok)200 – 400 €
Essen (Straßenküche & Supermarkt)150 – 250 €
Internet & Handy15 – 30 €
Krankenversicherung privat (z. B. SafetyWing, Luma)50 – 200 €
Transport (Roller oder ÖPNV)30 – 60 €

Du kommst also mit 800–1200 € monatlich gut zurecht – je nach Lebensstil.


5. Arbeiten in Thailand – was ist erlaubt?

Wichtig: Mit einem Touristenvisum zu arbeiten – auch remote – ist offiziell nicht erlaubt. In der Praxis sieht es oft anders aus, dennoch gilt:

  • Als Freelancer solltest du ein legales Visum haben, etwa:
    • Non-Immigrant O (bei Ehe mit Thai-Partner*in)
    • LTR Visa
    • oder – mit etwas Aufwand – das Smart Visa
  • Arbeitserlaubnis (Work Permit) wird meist nur für lokale Jobs benötigt
  • Wenn du deutsche Kunden bedienst und dein Geld auf ein deutsches Konto bekommst, bewegst du dich im „rechtlichen Graubereich“, der in Thailand oft geduldet wird – aber: Das ändert sich schnell!

6. Steuern in Thailand

Thailand folgt dem Prinzip: Nur versteuertes Einkommen im Land ist steuerpflichtig.

  • Wenn du Geld auf deinem deutschen Konto behältst, fällt zunächst keine Steuer an
  • Nur das Geld, das du nach Thailand überweist, ist relevant
  • Dennoch gilt: ab einer gewissen Höhe (z. B. monatlich 1500+ €) kann das Thai-Finanzamt genauer hinschauen

7. Praktische Schritte für den Start

Schritt 1: Reisepass checken, Visa-Strategie klären
Schritt 2: Erstbesuch planen (3–6 Monate), z. B. mit einem SETV
Schritt 3: Unterkunft auf Zeit mieten (Airbnb, Booking)
Schritt 4: Krankenversicherung abschließen
Schritt 5: Digitale Infrastruktur sichern (VPN, SIM-Karte, Bankzugang)


Fazit: Auswandern ist kein Urlaub – aber eine echte Chance

Wer gut vorbereitet ist, erlebt Thailand nicht nur als traumhaften Rückzugsort, sondern als neue Heimat mit Perspektive. Das Jahr 2025 bietet ideale Bedingungen – mit neuen Visa-Optionen, digitaler Unabhängigkeit und einem Thailand, das offener für Expats ist als je zuvor.


📬 Noch Fragen? Ich helfe dir dabei.

Ich lebe selbst als Freelancer in Thailand und teile meine Erfahrungen offen – ohne Auswanderer-Romantik. Wenn du Fragen hast zu:

  • Visa,
  • Steuerthemen auf Basis eigener Erfahrungen
  • dem Leben als Selbstständiger in Thailand
    …dann schreib mir eine Nachricht

Krankenversicherung in Thailand – Was du wissen solltest

Ob als Tourist, Expat oder Auswanderer: Früher oder später wirst du dich in Thailand mit dem Thema Krankenversicherung auseinandersetzen müssen. Das thailändische Gesundheitssystem unterscheidet sich deutlich vom deutschen – und oft zum Positiven. Hier erfährst du:

  • wie das Kranken- und Versicherungssystem in Thailand funktioniert,
  • was „Inpatient“ und „Outpatient“ bedeutet,
  • welche Versicherungen infrage kommen
    – und warum mein Mann seit einem Tauchunfall in Phuket eine ganz neue Sicht auf das Thema hat.

🏥 Das thailändische Gesundheitssystem – besser als sein Ruf

Thailand hat in den letzten Jahren massiv in die Gesundheitsversorgung investiert. Vor allem in privaten Kliniken wird eine medizinische Qualität geboten, die in vielen Fällen mit deutschen Privatkliniken vergleichbar ist. Viele Ärztinnen und Ärzte sprechen fließend Englisch, die Ausstattung ist modern, die Abläufe effizient.

Aber: Es gibt Unterschiede zwischen staatlichen und privaten Einrichtungen – vor allem bei Wartezeiten, Komfort und Preisstruktur.


📘 Was bedeutet „Inpatient“ und „Outpatient“?

In Thailand – wie auch international – wird in der Krankenversicherung zwischen zwei wichtigen Begriffen unterschieden:

Outpatient (OPD) – ambulante Behandlung:

  • Arztbesuche ohne Übernachtung
  • z. B. bei Erkältung, Barotrauma, kleinen Verletzungen, Nachsorgeterminen
  • Medikamente werden meist direkt im Krankenhaus ausgegeben

Inpatient (IPD) – stationäre Behandlung:

  • erfordert mind. eine Übernachtung im Krankenhaus
  • z. B. bei Operationen, schweren Infektionen, Unfällen
  • deutlich höhere Kosten

Tipp: Viele günstige Versicherungen decken nur stationäre Behandlungen ab. Achte also darauf, ob auch ambulante Behandlungen (Outpatient) eingeschlossen sind – gerade wenn du regelmäßig zum Arzt gehst.


🌍 Welche Versicherungsarten gibt es für Expats und Langzeitaufenthalte?

1. Gesetzliche deutsche Versicherung + Auslandskrankenversicherung

Ideal für Kurzaufenthalte (bis 6 Monate), günstiger Basisschutz mit Rücktransport. Deckt häufig nur akute Notfälle.

2. Internationale Langzeitversicherung (z. B. SafetyWing, Cigna, Ottonova, Luma)

Abdeckung weltweit (oft mit Ausnahme USA), monatlich kündbar, OPD & IPD variabel wählbar.

3. Thailändische Krankenversicherung

Oft günstiger, deckt aber meist nur staatliche Krankenhäuser ab. Manche Anbieter (z. B. Bupa, LMG) bieten englischsprachige Verträge und Tarife mit Privatklinik-Zugang.


🧾 Persönlich erlebt: Krankenhausbesuch nach Tauchunfall (November 2023)

Im November 2023 war ich mit meinem Mann auf Phuket tauchen. Er hatte zu diesem Zeitpunkt keine thailändische Krankenversicherung, war aber noch in der deutschen gesetzlichen Versicherung und zusätzlich durch eine Auslandskrankenversicherung abgesichert.

Beim Tauchen erlitt er ein Barotrauma – eine Verletzung, die durch Druckveränderung im Ohr entstehen kann. Nichts Lebensbedrohliches, aber schmerzhaft und behandlungsbedürftig. Es folgten drei Krankenhausbesuche in einer privaten Klinik.

Ich habe ihn jedes Mal begleitet:

  • Bereits am Empfang bekamen wir einen persönlichen Dolmetscher an die Seite gestellt, der uns durch den gesamten Aufenthalt begleitete.
  • Die Wartezeiten lagen bei nur 15–30 Minuten.
  • Die behandelnde Ärztin sprach sehr gutes Englisch, erklärte alles verständlich und nahm sich Zeit.
  • Direkt im Anschluss ging es zur Medikamentenausgabe im Krankenhaus, wo wir eine kleine Tüte mit Medikamenten, Einnahmehinweisen und Beipackzetteln bekamen.

Mein Mann meinte anschließend:

„In Deutschland hätte ich mit dieser eher harmlosen Verletzung wahrscheinlich vier bis sechs Stunden in der Notaufnahme gesessen. Und hier bin ich in unter einer Stunde durch – auf dem Niveau einer deutschen Privatklinik.“

Für alle drei Behandlungen zahlte er jeweils unter 50 Euro – die Auslandskrankenversicherung hat den Betrag problemlos erstattet.


💡 Was solltest du daraus mitnehmen?

  • Thailand ist medizinisch besser aufgestellt, als viele denken.
  • Private Krankenhäuser sind effizient, modern und (noch) bezahlbar.
  • Eine gute Krankenversicherung ist Pflicht, auch wenn du nur remote arbeitest.
  • Achte auf Outpatient-Deckung – gerade für kleinere Behandlungen und Arztbesuche.

Zusammenfassung – So bist du richtig versichert

SituationEmpfohlene Versicherung
Urlaub bis 6 MonateAuslandskrankenversicherung (z. B. HanseMerkur, Allianz Travel)
Aufenthalt > 6 MonateInternationale Krankenversicherung (z. B. Cigna, Luma)
Heirat oder dauerhaft in ThailandThailändische Versicherung + ggf. Zusatzschutz (Bupa etc.)
Freelancer ohne Thai-FirmaKombination aus DTKV + Ausland oder internationalem Anbieter

📬 Fazit: Guter Schutz ist einfacher als du denkst

Thailand ist ein Land, das in Sachen Gesundheitsversorgung oft unterschätzt wird. Mit der richtigen Versicherung bist du hier nicht nur sicher, sondern auch schnell und freundlich versorgt. Unsere Erfahrung in Phuket hat uns das deutlich gezeigt.

Wenn du Fragen zu Versicherungen hast, oder Unterstützung bei der Auswahl brauchst – schreib mir gern. Ich teile meine Erfahrungen ehrlich und ohne Verkaufsabsicht.

Suan Luang Rama IX Park: Bangkoks größter öffentlicher Park

Der Suan Luang Rama IX Park im Osten Bangkoks ist mit rund 80 Hektar der größte öffentliche Park der Stadt. Die Anlage wurde 1987 anlässlich des 60. Geburtstags von König Rama IX eröffnet und bietet eine vielseitige Kombination aus Natur, Sport, Erholung und kulturellen Elementen.

Übersicht der wichtigsten Bereiche


🌿 Botanischer Garten & Themengärten

Ein zentrales Element des Parks ist der große Botanische Garten mit mehreren Gewächshäusern. Besucher finden dort eine Vielzahl tropischer Pflanzenarten, darunter Orchideen, Farne, Wasserpflanzen und seltene Blumenarten.

Ergänzt wird der botanische Bereich durch mehrere thematisch gestaltete Gärten:

  • Japanischer Garten mit traditionellen Bonsais, Teehäuschen und Steingärten
  • Chinesischer Garten mit Pavillons, Brücken und Wasserflächen
  • Französischer und Italienischer Garten in symmetrischer Gestaltung
  • Wasserpflanzenareale mit Seerosen und Lotus

🚣‍♀️ Großer See & Tretbootverleih

Im Zentrum der Parkanlage befindet sich ein künstlich angelegter See mit einer Fläche von rund 12 Hektar. Hier können Tretboote gemietet werden. Rund um den See gibt es zahlreiche Sitzmöglichkeiten, weitläufige Grünflächen und Ausblicke auf den Pavillon mit goldener Spitze.


🚴‍♂️ Radfahren, Laufen & Bewegung

Die Parkwege sind asphaltiert und gut gepflegt – ideal für Spaziergänger, Jogger und Radfahrer. Die Routen sind breit genug, um entspannt und sicher unterwegs zu sein. Durch die Größe des Parks lassen sich ausgedehnte Runden drehen, auch für ambitionierte Rennradfahrer.


🏸 Sport & Freizeitmöglichkeiten

Innerhalb der Anlage stehen verschiedene Sportflächen zur Verfügung:

  • Tennisplätze
  • Outdoor-Fitnessgeräte
  • Rasenflächen für Gruppensportarten

Tai-Chi- und Gymnastikgruppen nutzen den Park vor allem morgens und abends. Es gibt keine ausgewiesene Skateanlage, aber ausreichend offene Fläche.


🏛️ Ratchamangkhala-Halle & Ausstellung zu König Rama IX

Ein zentrales Bauwerk im Park ist die Ratchamangkhala-Halle, auch als Ausstellungshalle zu Ehren von König Rama IX bekannt. In der klimatisierten Halle wird das Leben und Wirken des Königs dargestellt – insbesondere seine ökologischen, sozialen und landwirtschaftlichen Entwicklungsprojekte. Die Ausstellung eignet sich gut, um mehr über die jüngere Geschichte Thailands zu erfahren.


🧒 Familienfreundlichkeit & Naherholung

Der Park ist besonders bei Familien beliebt. Es gibt:

  • Spielplätze
  • Picknickflächen
  • Beobachtungsmöglichkeiten für Vögel, Schildkröten und Wasserlebewesen

Eintritt: ca. 10 Baht / ab 17 Uhr kostenlos
Öffnungszeiten: täglich 05:00 – 19:00 Uhr


📍 Lage & Anreise

  • Adresse: Suan Luang Rama IX, Soi Chaloem Phrakiat 55, Prawet, Bangkok
  • Anreise:
    • Mit dem Auto oder Taxi (ausreichend Parkplätze)
    • Seit 2023: MRT Yellow Line – Haltestelle Suan Luang Rama IX Station

💡 Fazit

Der Suan Luang Rama IX Park ist ein weitläufiges Erholungsgebiet mit einer durchdachten Mischung aus Natur, Sport, Bildung und Freizeit – gut geeignet für alle, die in Bangkok leben oder langfristig in Thailand bleiben möchten. Besonders für Expats und Auswanderer bietet der Park eine hochwertige, alltagstaugliche Infrastruktur jenseits des städtischen Trubels.

Let’s talk unverbindlich

✉️ beratung@nachthailand.com

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